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Pressefach Napoleonmuseum Arenenberg
Letzter Pressetext: 07.04.26
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Pressemitteilung: 07.04.26, 5000 Zeichen, 12 Bilder
20. März bis 20. September 2026: Napoleonmuseum zeigt, «was der Kaiser noch sah»

Die Bodenseeregion in historischen Fotografien

Über 500 historische Fotografien der Bodenseeregion zeigt das Napoleonmuseum Arenenberg in seiner neuen Ausstellung «Was der Kaiser noch sah». Aufgenommen wurden sie in der Zeit zwischen 1860 und ca. 1906. Sie spüren entlang bedeutender Städte und Sehenswürdigkeiten der Region den umfassenden Veränderungen nach, mit denen die Menschen damals, auch aufgrund der rasanten technischen Entwicklung, konfrontiert waren. Gleichzeitig bringen sie den heutigen Betrachter zum Staunen, denn der Vergleich mit der Jetzt-Zeit zeigt frappierende Konstanten und massive Unterschiede zugleich.

Die Bodenseeregion mit vielen ihrer beliebtesten Sehenswürdigkeiten, ausserdem Konstanz und der Arenenberg stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung historischer Fotografien, die bis 20. September 2026 auf dem Arenenberg an den Wänden des Cinémas des Napoleonmuseums und auf digitalen Displays zu sehen sind. Die Motivauswahl folgt der «Nostalgiereise» des französischen Kaisers Napoleon III. im Jahr 1865 zu den Stätten seiner Kindheit, Jugend und Prinzenjahre am Bodensee. Hier hatte er zusammen mit seiner Mutter, Königin Hortense, nach dem endgültigen Sturz seines Onkels Napoleons I. im Exil gelebt. Schon lange hatte den Kaiser das Heimweh nach dem Bodensee gequält. Die öffentliche Anteilnahme bei seiner Ankunft war dann auch enorm. Jubelnd war das Kaiserpaar am Bahnhof Konstanz von einer Menschenmenge empfangen worden. Zugleich hatten sich die Landschaft und die Menschen verändert. Auch am Bodensee hatte die Industrialisierung Europas Fahrt aufgenommen. Dampfboote verdrängten Segelschiffe, die Eisenbahn das Pferdefuhrwerk, Städte und Dörfer verloren ihren Jahrhunderte alten Charakter. An vielen Orten entstanden Fabriken, in denen die Menschen neue Arbeit fanden.

Junges Verfahren der Fotografie dokumentiert erstmals ganze Städte
Eine junge Innovation war in dieser Zeit auch das Verfahren der Fotografie. Bevor sie sich durchgesetzt hatte, lag die Abbildung städtebaulicher Situationen in den Händen heimischer Genremaler. Sie variierten immer wieder ähnliche, dekorativ wirkende Motive. Erst mit dem Aufkommen der Fotografie entstehen umfassende städtebauliche und landschaftliche Dokumentationen, die ein verlässliches Bild darüber vermitteln, «was der Kaiser noch sah», als er ein letztes Mal in die Region reiste.

Die gezeigten Bilder folgen den Stationen des Kaiserpaars
Die historischen Bilder zeigen die Stationen, die der Kaiser und seine Frau während ihres Aufenthaltes ansteuerten. Das beginnt mit der Anreise im grossherzoglich-badischen Sonderzug über Singen, Radolfzell, Allensbach und Hegne nach Konstanz. Von dort folgt der Bilderreigen der Kutsche des Regenten durch die Stadt rheinabwärts durchs Tägermoos nach Ermatingen und auf den Arenenberg. Tags darauf standen der Lilienberg und die übrigen napoleonischen Schlösser am Untersee auf dem Programm. Am dritten Tag ging es aufs Wasser: zur Reichenau, nach Überlingen, zur Insel Mainau, nach Meersburg, Friedrichshafen, Lindau, Rorschach, Arbon und Kreuzlingen. Am Tag der Abreise besuchte das kaiserliche Paar noch Gottlieben. Das Schloss hatte Louis Napoléon als republikanisch gesonnener Prinz steckbrieflich gesuchten Revolutionären als Refugium überlassen.

Schwarmwissen gefragt!
Die Szenografie der Ausstellung arbeitet auf zwei Ebenen: Etwa 100 Fotos an den Wänden des Ausstellungsraumes bieten die Möglichkeit zu einem Überblick. Unter dem Stichwort "Einst und Jetzt" werden Veränderungen der Lebenswelt beispielhaft anhand aktueller Vergleichsbilder nachvollzogen. Für tiefer Interessierte stehen fünf digitale Stationen mit Bildschirmen bereit. Augenzeugenberichte und rund 250 Fotos können hier durchgeblättert werden. Anreize zum Mitmachen bietet ein sechster Bildschirm. Auf ihm ist eine noch nie gezeigte private Kollektion von weiteren ca. 250 Fotos zu sehen, die das Napoleonmuseum während der Vorbereitung zur Ausstellung geschenkt bekam. Bei der Lokalisierung der Motive tappen die Ausstellungsmacher oft im Dunkeln. Hier heisst es: «Schwarmwissen gefragt!». Die Museumsleitung bittet die Besucherinnen und Besucher um Mithilfe. Eventuell können sie einen wertvollen Beitrag dazu leisten, Orte und abgebildete Personen auf den Bildern zu identifizieren.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Konstanz statt. Es hütet mit der Sammlung der Konstanzer Hofphotographen Wolf einen ungeheuren Schatz über die Entwicklung und Veränderung rings um den See. Ca. 70 Prozent der gezeigten Bilder stammen aus diesem Fundus und können dank der Grosszügigkeit des Stadtarchivs in grosser Fülle gezeigt werden.

Weitere Aufnahmen wurden dem Napoleonmuseum von privaten Leihgebern und Donatoren zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen: https://napoleonmuseum.tg.ch

 

 

SERVICETEIL

Ausstellung im Napoleonmuseum Arenenberg

«Was der Kaiser noch sah»
Arenenberg, Konstanz, der Thurgau und der Bodensee in historischen Fotografien
20. März bis 20. September 2026

 

Öffnungszeiten
April bis September: täglich 10 bis 17 Uhr, letzter Eintritt 16:30 Uhr
Oktober bis März: Di bis So: 10 bis 17 Uhr
Tel + 41 58 34 574 10, napoleonmuseum@tg.ch  

Preise
Pro erw. Person: CHF 15.–
Kinder und Jugendliche (6 bis 16 Jahre): CHF 5.–
Familienkarte (2 Erwachsene und 2 Kinder/Jugendliche): CHF 32.–
Jahreskarte Erwachsene: CHF 35.–

Kontakt Arenenberg
Arenenberg 1
CH-8268 Salenstein
www.arenenberg.ch | https://napoleonmuseum.tg.ch

 

Leihgeber und Donatoren:

  • Stadtarchiv Konstanz
  • Daniel Gross, Konstanz
  • Martin Friedrich, Salenstein
  • Familienarchiv Gügel-Frank, Konstanz
  • Werner-Schupp--Stiftung, Konstanz
  • Christina Egli, Kreuzlingen
  • Städtische Museen Konstanz

Die Ausstellung wird als Pop-up ab November 2026 im
Unternehmerforum Lilienberg zu sehen sein.

 

Veranstaltungen und Angebote rund um die Ausstellung

Anmeldung für alle Veranstaltungen online unter: https://napoleonmuseum.tg.ch oder per Mail an reservation.nap@tg.ch bzw. telefonisch unter Tel. +41 58 345 74 10

 

Kuratorenführungen

Kuratorenführung durch die Ausstellung «Was der Kaiser noch sah»

  • Mittwoch, 22. April 2026, 17:30 – 18:30 Uhr, anschliessend Apéro
  • Donnerstag, 13. August 2026, 17:30 – 18:30 Uhr, anschliessend Apéro

Treffpunkt: Museumsshop. Kosten:  CHF 18.– p.P. (inkl. Ausstellungsticket und
Degustation/Apéro)

«Napoleon III., Kaiserin Eugénie und der Wein»

Kuratorenführung durch die Ausstellung «2000 Jahre Wein am Narrenberg» im historischen Weinkeller mit «kaiserlichem» Schwerpunkt und anschliessender Degustation

Treffpunkt: Museumsshop. Kosten: CHF 18.– p.P. (inkl. Ausstellungsticket und
Degustation/Apéro)

 

Vorträge

Vortrag: «Eugénie, Kaiserin der Franzosen: Rebellisch und einflussreich» Referentin: Christina Egli, Stellv. Direktorin Napoleonmuseum Arenenberg

  • Montag 13. Juli  2026,  18:00 – 19:30 Uhr

Treffpunkt: Museumsshop. Kosten: CHF 18. – p.P.

Bildervortrag: «Was der Kaiser noch sah»
Referent: Dominik Gügel, Direktor Napoleonmuseum Arenenberg

  • Donnerstag, 11. Juni 2026, 17:30 – 19:00 Uhr

Treffpunkt: Museumsshop. Kosten: CHF 18.– p.P.

Anmeldung für alle Veranstaltungen online unter: https://napoleonmuseum.tg.ch oder per Mail an reservation.nap@tg.ch bzw. telefonisch unter Tel. +41 58 345 74 10

 

Das Napoleonmuseum Arenenberg in Kürze:

Das seit 1855 zu besichtigende Napoleonmuseum Arenenberg ist das einzige deutschsprachige Museum zur napoleonischen Geschichte. Sein Forschungsgebiet reicht von der französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Zu diesem Zweck unterhält das Haus wertvolle Sammlungen verschiedener Genres sowie ein umfangreiches Archiv. Seine ca. 35'000 Bände umfassende Forschungsbibliothek wird laufend erweitert. Seit einigen Jahren unterzieht sich das Napoleonmuseum einem Wandel. Zusätzliche Räume des ehemaligen Schlossguts Arenenberg erlauben es zukünftig, aus dem bestehenden Haus ein modernes Institut zur Erforschung, Bewahrung und Präsentation der napoleonischen Geschichte zu entwickeln. Die Sammlung umfasst weltweit begehrte Ausstellungsstücke.

Mit jährlich rund 25'000 Besuchern zählt das Museum darüber hinaus zu den Anziehungspunkten des Bodenseegebietes. Regelmässige Sonderausstellungen beschäftigen sich mit Facetten der napoleonischen Geschichte am Bodensee. Der umliegende Landschaftspark ist frei zugänglich. In der «Arenenberger Gartenwelt» können Besucher eine Gartenzeitreise en miniature erleben. Der Museumsshop besitzt den Charme einer Boutique und bietet vielfältige regional- und landestypische Produkte an.

Aufgrund seiner Lage am internationalen Bodensee und seiner Geschichte versteht sich das Napoleonmuseum Arenenberg als Mittler zwischen den Staaten. Frankreich, die Schweiz, Deutschland, Italien, England, Polen, die USA: Es gibt praktisch keine Nation, zu der die Familie Bonaparte von Schloss Arenenberg aus nicht in Verbindung stand. Dieser Tradition folgend unterhält das Napoleonmuseum umfangreiche internationale Kontakte.

 

Der Arenenberg in Kürze:

Der Arenenberg verbindet auf einzigartige Weise Landwirtschaft, Genuss, Kultur und Bildung. Er beherbergt nebst dem Napoleonmuseum mit Schloss und Park Beratungs- und Dienstleistungszentrum für Landwirtschaft und ländliche Hauswirtschaft des Kantons Thurgau und das schweizerische Kompetenzzentrum für Musikinstrumentenbau, ausserdem ein Hotel und Gastronomie.