Napoleonmuseum Thurgau, Pressemitteilung
10.05.2021, 1900 Zeichen, 12 Bilder, Ticker

Sonderausstellung «1821 Napoleons Ende: St. Helena, Arenenberg und die Geburt einer Legende» im Année Napoléon 2021

Napoleons Ende auf St. Helena und der Arenenberg

Vor 200 Jahren starb Napoleon I. in der Verbannung auf St. Helena, einer weit abgeschlagenen Insel im Südatlantik. Anlass für das Napoleonmuseum, seine diesjährige Sonderausstellung dem «grossen Korsen» zu widmen. Sie zeigt, wie Napoleon und seine Erben ganz bewusst an der Legende geschmiedet hatten, die bis heute das Bild des ehemaligen französischen Kaisers prägt.

Im Zentrum der Schau «Napoleons Ende: St. Helena, Arenenberg und die Geburt einer Legende» steht die sogenannte «crypte» (Krypta). Hier nimmt ein grosser gläserner Sarkophag die Ausstellungsstücke rund um das Leben Napoleons im Exil und seine Legende auf. Einer der Höhepunkte: das Feldbett, in dem Napoleon gestorben sein soll. Zudem zeigt der Sarkophag viele der damals reliquiengleich verehrten Andenken an den ehemaligen Kaiser der Franzosen.
Bereits seine Stieftochter und Schwägerin Königin Hortense präsentierte sie ihren Besuchern auf dem Arenenberg in eigens eingerichteten Vitrinenschränken. Sie nutzte diese auch, um sich und ihren Sohn Louis Napoléon in ihrem Thurgauer Exil als die rechtmässigen Erben Napoleons zu inszenieren.

Ein eigener Raum widmet sich den erstaunlichen Beziehungen zwischen Napoleon I. und dem Bodensee. Denn obwohl er nie vor Ort war, wirken seine Entscheidungen in der Region bis heute nach.

Die Ausstellung «1821 Napoleons Ende: St. Helena, Arenenberg und die Geburt einer Legende» ist vom 10. Mai bis 24. Oktober 2021 auf dem Arenenberg zu sehen. Sie ist der Thurgauer Beitrag zum weltweit begangenen Année Napoléon 2021, das von der «Fondation Napoléon» (Paris) koordiniert wird. Gleichzeitig ist sie die einzige Ausstellung im deutschsprachigen Raum während des Jubiläumsjahres.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.napoleonmuseum.ch

 

 

SERVICE

Kontakt

Napoleonmuseum Thurgau
Schloss und Park Arenenberg
CH-8268 Salenstein
www.napoleonmuseum.ch
www.arenenberg.ch

Museum: +41 (0)58 3457410

 

Öffnungszeiten

Juni bis September: Täglich, 10:00 - 17:00 Uhr

Oktober bis Mai: Dienstag bis Sonntag, 10:00 - 17:00 Uhr, Montag Ruhetag // Geschlossen: 23. Dezember 2020 bis 7. Februar 2021

Pfingstmontag, 24. Mai geöffnet

 

Das Napoleonmuseum Thurgau in Kürze:
Schloss und Park Arenenberg mit dem 1906 gegründeten Napoleonmuseum ist das einzige deutschsprachige Museum zur napoleonischen Geschichte. Sein Forschungsgebiet reicht von der französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Zu diesem Zweck unterhält das Haus wertvolle Sammlungen verschiedener Genres sowie ein umfangreiches Archiv. Seine ca. 25'000 Bände umfassende Forschungsbibliothek wird laufend erweitert. Seit einigen Jahren unterzieht sich das Napoleonmuseum Thurgau einem Wandel. Zusätzliche Räume des ehemaligen Schlossguts Arenenberg erlauben es, aus dem bestehenden Haus ein modernes Institut zur Erforschung, Bewahrung und Präsentation der napoleonischen Geschichte zu entwickeln. Die Sammlung umfasst weltweit begehrte Ausstellungsstücke.

Mit jährlich rund 30'000 Besuchern zählt das Museum darüber hinaus zu den Anziehungspunkten des Bodenseegebietes. Regelmässige Sonderausstellungen beschäftigen sich mit Facetten der napoleonischen Geschichte am Bodensee. Der umliegende Landschaftspark ist frei zugänglich. In der «Arenenberger Gartenwelt» können Besucher eine Gartenzeitreise en miniature erleben. Der Museumsshop bietet neben Napoleonika auch regional- und landestypische Produkte an.

Aufgrund seiner Lage am internationalen Bodensee und seiner Geschichte versteht sich das Napoleonmuseum Thurgau als Mittler zwischen den Staaten. Frankreich, die Schweiz, Deutschland, Italien, England, Polen, die USA: Es gibt praktisch kein Land zu dem die Familie Bonaparte von Schloss Arenenberg aus nicht in Verbindung stand. Dieser Tradition folgend unterhält das Napoleonmuseum umfangreiche internationale Kontakte.


Nutzungsbedingungen

Napoleon im Sterbebett nach seinem Tod

Chinesische Leiharbeiter haben Napoleon nach seinem Ableben potraitiert. Nach seinem Tod konnten sie in Gegenwart des aufgebahrten Leichnams den verstorbenen Kaiser mitsamt seiner Uniform zeichnen. Mit eingerahmt ist ein gepresstes Weidenblatt vom Baum, der neben Napoleons Grab auf St. Helena steht.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
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Die Originaltapete aus dem Sterbezimmer auf St. Helena

Teil der Ausstellung ist die Originaltapete aus dem Sterbezimmer auf der Insel. Bei Betrachtung des Bildes "Tod Napoleons auf St. Helena" von Carl von Steuben (1821) fällt auf, dass das Wandmuster im Gemälde mit dem ausgestellten Tapetenmuster identisch ist.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 15x15cm, 300dpi
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Die Außenanlage und Haus Longwood

Longwood House war der Exilwohnsitz von Napoleon nach seiner Verbannung auf St. Helena. Die Kunst stammt von chinesischen Leiharbeitern, die auf der Insel als Leibeigene dienten. Auf Reispapier malten sie den Blick auf das Anwesen.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
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Feldbett Napoleons

Napoleon schlief ausgesprochen gerne auf Feldbetten. Dieses Exponat stammt aus der Schweizer Sammlung – es könnte sich um das Originalsterbebett von Napoleon handeln. Allerdings beanspruchen mehrere Museen diesen Titel für ihr Ausstellungsstück. Das Gerüst ist aus Messing, die Bespannung aus groben Leinen.
Bildnachweis: Petra Reinmöller
Bildinfos: 15x11cm, 300 dpi
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Plan der Gartenanlage um Haus Longwood

Der komplett handgezeichnete Plan stammt von Napoleone Camerata, einer Nichte Napoleons. Die Anfertigung diente damals zur Orientierung in den großen Parks und Gärten von Longwood.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
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Blick auf die Insel St. Helena

Der colorierte Stich zeigt die Bucht vor St. Helena im Südatlantik. Auf der Spitze des linken Bergs, neben der Festung, stehen Napoleon (in blauer Uniform) und der britische General Sir Hudson Lowe (in weißer Uniform). Der Künstler ist unbekannt.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
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Originalfragmente vom Grab auf St. Helena

Das Stück Holz mit der Stoffkordel stammt von Napoleons Sarg. Die Gesteinsfragmente waren Teil der originalen Grabplatte. Das Weidenblatt stammt von der "Saule de Sainte-Hélène", dem Weidenbaum neben dem Grab auf der Südatlantikinsel.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
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Napoleon als Gärtner

Die Lithografie zeigt Napoleon in der Gartenanlage von Longwood. Im Exil führt er nur noch Krieg gegen Unkraut. Der ehemalige Kaiser ist seinerzeit nicht uninteressiert am Gartenbau. Im Hintergrund sind vermutlich der französische General Henri-Gatien Bertrand mit seiner Frau und seinen Kindern zu sehen.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 15x13cm, 300dpi
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Büste des Kaisers

Die vergoldete Büste aus Bronze steht auf einem Mamorsockel und zeigt den desillusionierten Napoleon, der seine Niederlage realisiert und seinem Schicksal entgegenblickt. Seine Mimik ist ernst. Der Künstler ist nicht namentlich dokumentiert.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 10x13cm, 300dpi
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Verschiedene Medaillons mit Napoleons Haaren

Erinnerungsstücke mit Haaren, die nach dem Tod vom Kopf des Leichnams entfernt werden, gelten als Trauerschmuck. In Napoleons Fall rasierte sein Kammerdiener den Kopf des Toten und verteilte die Haarreliquien an Angehörige und Freunde.
Bildnachweis: Napoleonmuseum Thurgau
Bildinfos: 15x11cm, 300 dpi
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Die Verantwortlichen der Sonderausstellung "Napoleons Ende"

Im Ausstellungsraum positionieren sich (v.l.) Christina Egli (Stv. Museumsdirektorin), Dominik Gügel (Museumsdirektor) und Eliane Huber (Ausstellungsszenografin) vor dem vergrößerten Gemälde "Tod Napoleons I. auf St. Helena" von Carl von Steuben (1821).
Bildnachweis: Petra Reinmöller
Bildinfos: 15x11cm, 300 dpi
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Bei der Weinpräsentation des neuen "Tombeau de Napoleon"

Peter Mössner, Leiter des Weinguts auf dem Arenenberg und Kellermeister, und Peter Zadravec, Leiter Administration des Napleonmuseums, stellen gemeinsam die exklusive Cuvée vor, die zum 200. Todestag von Napoleon I. kreiert wurde.
Bildnachweis: Petra Reinmöller
Bildinfos: 15x11cm, 300 dpi
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