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Gartenpreis für Seegut Zeppelin
Für den visionären Umgang mit dem historischen Park rund um das Hotel Seegut Zeppelin am Bodenseeufer wurden die Betreiber Hendrik und Sandra Fennel auf der Insel Mainau mit dem Bodenseegärtenpreis ausgezeichnet.
Es waren der klare Fokus auf Biodiversität und die konsequente Einbettung in das Nachhaltigkeitskonzept des 2024 am Bodenseeufer in Friedrichshafen-Fischbach eröffneten Hotels, die die Jury überzeugten. Die Familie Fennel erhielt den Preis der Kategorie 2 «Umweltbewusstes Gärtnern und herausragende Initiative rund ums Thema Gärten». Schon bei der Bewerbung um das Hotelprojekt vor zehn Jahren sahen die Fennels im «Genius Loci» – den historischen Wurzeln und dem direkt am See liegenden Parkbestand – Chance und Verantwortung zugleich. Bald reifte der Plan für ein Hotel, das sich der umgebenden Natur und dem historischen Bestand unterordnet und den Park in den Mittelpunkt stellt. Und so ist es gekommen. Die alten Bäume der Parkanlage gaben bei der Gebäudeplanung die Struktur vor. In der Nähe der historischen Villa leuchten im Sommer prächtige Staudenbeete, die Schmetterlinge und Bienen in Scharen anlocken. Die Gärtner greifen ein, wo es nötig ist und lassen wachsen, wo es möglich ist. Wiesen dürfen länger stehen, Stauden werden nicht direkt nach der Blüte zurückgeschnitten. Laub und Totholz dienen Insekten und Wildtieren als Refugium. Nachts bleibt der Garten dunkel, um nachtaktive Tiere nicht zu stören.
Bei all dem ist auch an das Wohl der Gäste gedacht, für die der weitläufige Garten zu einem Ort tiefer Ruhe und Erholung wird. Versteckte Bänke laden zum Lesen ein, eine Hängematte zum Schaukeln unter Baumwipfeln. Auf den Liegestühlen am Seeufer schweift der Blick über die Wasserfläche bis zu den mächtigen Vorposten der Alpen.
«Im Seegut Zeppelin ist ein Ort entstanden, an dem Ökologie keine behauptete Werbeaussage ist, sondern Teil eines Nachhaltigkeitskonzepts, das sich durch den gesamten Hotelbetrieb zieht», fasst es die Laudatio zusammen.
Seit 2017 vergibt das Netzwerk Bodenseegärten den Preis, der grünes Schaffen in der Bodenseeregion würdigt. Weiterer Preisträger ist der Seeburgpark Kreuzlingen in der Kategorie «Vorbildliche Erhaltung und Pflege zeitgenössischer Parks und Gärten in der Bodenseeregion». In der neuen Kategorie für «Nachhaltige öffentliche Grünflächen am Verkehr» erhielten die Stadt Frauenfeld und die Stadt Bad Saulgau Preise für die Gestaltung naturnaher Kreisverkehre. www.seegut-zeppelin.de, www.bodenseegaerten.eu
Service-Informationen
Der Bodenseegärtenpreis 2026
Seit 2017 vergibt das Netzwerk Bodenseegärten den Preis, der grünes Schaffen in der weiteren Bodenseeregion würdigt. Das Seegut Zeppelin erhält den Preis in der Kategorie «Umweltbewusstes Gärtnern und herausragende Initiative rund ums Thema Gärten». Weitere Preisträger sind der Seeburgpark Kreuzlingen in der Kategorie «Vorbildliche Erhaltung und Pflege zeitgenössischer Parks und Gärten in der Bodenseeregion» und in der neuen Kategorie 3 «Nachhaltige öffentliche Grünflächen am Verkehr» die Stadt Frauenfeld für die Gestaltung des Schaffhauserkreisels und die Stadt Bad Saulgau für die Gestaltung zweier Kreisverkehre an der Hauptstraße.
Das Seegut Zeppelin in Kürze
Direkt am Ufer des Bodensees, in Friedrichshafen-Fischbach, liegt das Seegut Zeppelin in einem rund vier Hektar großen Landschaftspark mit eigenem Zugang zum Wasser. Was diesen Ort besonders macht, ist nicht allein seine Lage, sondern ihre Seltenheit: Zwischen Haus und See liegen weder Straße noch Promenade, sondern Wiesen, alte Bäume, Uferkante, Freitreppe und ein kleiner Hafen. So entsteht ein Landschaftserlebnis, wie es am Bodensee kaum ein Hotel bietet. Im Zentrum der Hotelanlage steht die denkmalgeschützte Jugendstilvilla Gminder. Sie wurde durch vier zeitgenössische Solitäre behutsam ergänzt. Die modernen Neubauten treten in ihrer Erscheinung bewusst zurück und fügen sich mit Fassaden aus unbehandeltem Fichtenholz stimmig in Park und Baumbestand ein.
Diese unmittelbare Nähe zur Seelandschaft prägt auch das kulinarische Erlebnis. Das Restaurant Pinus befindet sich in der Villa Gminder und öffnet sich zu Seeterrasse und Park. Die Küche ist pflanzenbetont und regional. Viele Gerichte sind zum Teilen gedacht. Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen geben den Takt vor, Fisch und Fleisch setzen bewusst dosierte Akzente. Mit dem Bib Gourmand des Guide MICHELIN ist das Pinus inzwischen eine anerkannte kulinarische Adresse, die weit über klassische Hotelgastronomie hinausreicht.
Das Seegut Zeppelin ist GreenSign-zertifiziert und Mitglied der Design Hotels. Nachhaltigkeit ist hier eine Grundentscheidung, die in vielen Details spürbar wird. Es ist damit weit mehr als ein Hotel am See. Es ist Landschaftshaus und Designadresse, kulinarischer Ort, Rückzugsraum und Ausgangspunkt für Entdeckungen in der Vierländerregion. Vor allem aber ist es ein Haus mit eigenem Rhythmus: geprägt von der Geschichte des Orts, der Weite des Bodensees, der Kraft eines außergewöhnlichen Parks und einer Form von Gastlichkeit, die sich über Substanz, Aufmerksamkeit und Ruhe definiert.
Informationen zum Landschaftspark und Gartenkonzept des Seegut Zeppelin
Zum Park hat das Seegut Zeppelin einen ausführlichen, informativen Beitrag auf LinkedIn veröffentlicht, den wir gerne hier verlinken: https://www.linkedin.com/pulse/naturnahe-gartenkunst-am-bodensee-der-d36wf
Das Netzwerk Bodenseegärten in Kürze
Die Gärten und Parks rund um den internationalen Bodensee sind für viele Liebhaber der Region echte Sehnsuchtsorte. Mal verstecken sich die grünen Oasen hinter Zäunen oder Mauern, ein anderes Mal sind es offene Gärten, die mit der umgebenden Seelandschaft verschmelzen und den Blick weit über ihre Grenzen hinaus wandern lassen. Seit mehr als 10 Jahren steht das internationale Netzwerk Bodenseegärten für die Gartenschätze der Region und lädt zu Erkundungstouren durch insgesamt 47 Parks und Gärten in vier Ländern ein. Die Besucher werden dabei zu Zeitreisenden: Von der Steinzeit über das Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert und in die Gegenwart bewegen sie sich von Epoche zu Epoche und erfahren Gartenbaugeschichte hautnah. In 2026 stehen die Bäume am Bodensee im Fokus. Dies nicht nur, weil der Bodensee einige Naturerbe-Bäume beheimatet, sondern auch, weil das Klima hier ideal ist um ganz verschiedenen Gehölzen Heimat zu bieten.
www.bodenseegaerten.eu