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Pressefach Oberschwäbische Barockstraße
Letzter Pressetext: 18.06.26
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Pressemitteilung: 18.06.26, 5500 Zeichen, 8 Bilder
Vom 8. bis 16. August 2026 an der Oberschwäbischen Barockstraße

Große BAROCKwoche im Jubiläumsjahr

Anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Oberschwäbische Barockstraße“ ist das Programm der diesjährigen BAROCKwoche an der berühmten Ferienstraße besonders prall gefüllt. Vom 8. bis 16. August 2026 geben reich gedeckte barocke Tafeln, Schauspielführungen, geführte Rundgänge durch Kirchen und Schlösser sowie musikalische Inszenierungen tiefe Einblicke ins sinnes- und baufreudige 18. Jahrhundert. Das ganze Programm findet sich unter www.himmelreich-des-barock.de

Die Epoche des Barock hat die Region Oberschwaben-Allgäu wie kaum eine andere geprägt – mit prachtvollen Kirchen, bunten Deckengemälden, Orgeln so groß wie Häuser, die Wände überziehenden Stuckverzierungen und pausbäckigen Engelchen. Große Summen wurden damals aufgebracht, um Kirchen in „Theater Gottes“ zu verwandeln und um fürstlichen Machtanspruch sichtbar zu machen. Kunst, Architektur und Musik erlebten dabei eine unnachahmliche Blüte. Eine bedeutende Rolle spielten dabei Baumeisterdynastien aus dem nahen Vorarlberg, die den Kulturtransfer von Italien über die Alpen besorgten. Als Mitglieder der „Auer Zunft“ stellten sie große Bautrupps auf die Beine, die im Frühjahr über die Straßen Süddeutschlands zu ihren Baustellen zogen.

So macht Geschichte Spaß: Inszenierte Führungen
Barockes (Alltags-)Leben steht während der BAROCKwoche im Mittelpunkt von Schauspielführungen, die historisches Wissen besonders unterhaltsam vermitteln. In Ravensburg wird die redselige Türmerin Regina Nabholzin zur Korrespondentin des 18. Jahrhunderts. Sie berichtet „live“ aus der ereignisreichen Stadtgeschichte und plaudert dabei auch aus ihrem persönlichen Nähkästchen. Mit allerlei Interna halten auch die persönliche Kammerzofe von Marie-Antoinette und Bruder Wilhelm bei ihren Rundgängen durch das Städtchen Mengen nicht hinter dem Berg. Und in Bad Schussenried ist es der erfindungsreiche „fliegende Pater Mohr“ persönlich, der von seinen Flugversuchen mit eigens konstruierten Geräten berichtet.

Zünftig essen wie im Barock
Ordentlich aufgetischt wird bei zwei Schlemmerevents, die anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Oberschwäbischen Barockstraße während der BAROCKwoche stattfinden. Beim „Barocken Zunftessen“ in Bad Wurzach folgt das fünfgängige Menü Originalvorlagen aus dem 17. Jahrhundert – mit Kratzete, grünen Knöpfle und – zum Dessert – Nonnenfürzle. Gewürzt wird der Schmaus mit einem Vortrag zu barocker Geschichte und Lebensart in Wurzach. In Biberach richtet das Restaurant Ente ein exklusives Dîner unter dem Motto „Der Duft des Barock“ aus. Begleitet wird die Zeitreise von Schauspielerin Nicole Jerski, die – stilecht gewandet – Unterhaltsames und Wissenswertes zu Lebens- und Esskultur aus der Zeit des Barock beisteuert.

Orgeltöne, Schlossmusik und eine schwäbische Oper
Zum Gesprächskonzert „Dialog der Pfeifen“ lädt der Kirchenmusiker Jan Oexle in die Pfullendorfer Wallfahrtskirche Maria Schray. Anschaulich erklärt er die technischen Grundlagen des Orgelspiels und lässt an ausgewählten Orgelstücken den Barock hörbar werden. Beim musikalischen Schlossspaziergang auf Schloss Achberg bringen Berthold Büchele mit Gesang und Violine sowie Ernst Greinacher an der Gitarre oberschwäbische Barockstücke zum Klingen. Unter freiem Himmel und in lustvoll-gemütlicher Picknick-Atmosphäre ist die schwäbische Kammeroper „Adams & Evas Erschaffung“ einer der Höhepunkte der BAROCKwoche. Geschrieben und komponiert in der Zeit des Barock, erzählt sie die Schöpfungsgeschichte auf etwas andere Weise – komödiantisch, lebensnah und herrlich schwäbisch. Die Oper wird an zwei Orten aufgeführt, im Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg und im Innenhof von Schloss Meßkirch.

Führungen in Barockkirchen, Schlössern und durch hübsche Städtchen
Ein dichtes Angebot spannender Führungen durch barocke Kirchen, Schlösser und historische Altstädte ist auch in diesem Jahr eines der Markenzeichen der BAROCKwoche. So bei der Pfullendorfer Kirchen-Tour, auf den Spuren der weißen Mönche in Salem, beim Gang durch das Klostermuseum Ochsenhausen sowie bei Führungen durch die prachtvolle Basilika von Weingarten, in St. Bernhard in Wald, in der St. Josefskapelle in Sigmaringen, durch das Neue Schloss Tettnang, das Schloss der Insel Mainau und Schloss Achberg. Die Abraham a Sancta Clara Gedenkstätte lädt zu einem Tag der offenen Tür nach Kreenheinstetten. Die Gedenkstätte mit kleinem Museum ist dem wortgewaltigen oberschwäbischen Prediger und „Bestsellerautor“ des 17. Jahrhunderts gewidmet. Vorträge finden zudem in Ochsenhausen, Kißlegg und Wald statt. Bei der BAROCKwoche ist erstmals auch das Barockbaumeister Museum Au in Österreich mit von der Partie. Museumsführungen zu den bedeutenden Auer Baumeisterfamilien Beer, Thumb und Moosbrugger machen deutlich, wie der kleine Ort Au im hinteren Bregenzerwald zur Drehscheibe architektonischer Innovation wurde.

Barock, auch für Kinder!
Barock bedeutet auch, dass die Wände und Decken in den Sälen der Kirchen und Schlösser nicht einfach glatt verputzt wurden, sondern mit opulenten Dekorationen aus Gipselementen verziert sind. In der „Stuckwerkstatt für Familien“ auf Schloss Achberg können kleine und große Besucher sich in der Kunst des Stuckgießens probieren und dürfen ihr selbst gefertigtes Ornament dann auch mit nach Hause nehmen.

Die Teilnahme an manchen Programmpunkten ist nur nach Voranmeldung möglich.
Mehr Informationen unter www.himmelreich-des-barock.de

 

 

SERVICE-INFORMATIONEN

Was ist eigentlich Barock?
Barock steht für eine überbordende Epoche der Kunst. Beginnend um 1600 in Rom breitete sich der barocke Stil ab ca. 1670 auch in Süddeutschland und Oberschwaben aus. Nur eine Epoche später, während des eher strengen Klassizismus, rümpfte man schon die Nase über die grenzenlose Gestaltungsfreude der Jahrzehnte zuvor. Aus dieser Zeit soll auch die Bezeichnung stammen: Das Wort Barock kommt von “barocco“, portugiesisch für krumme, unregelmäßig geformte Perle.

„Lauschtouren“ entlang der Oberschwäbischen Barockstraße
Neue Lauschtouren ermöglichen einen unkomplizierten und unterhaltsamen Zugang zu den Sehenswürdigkeiten der Oberschwäbische Barockstraße. Von den app-basierten Audiotouren kann man sich bereits jetzt auf brandneuen Lauschtouren durch Altshausen, Bad Schussenried, Kißlegg, Laupheim und Weingarten führen lassen. Im Laufe des Jahres folgen nach und nach noch Touren durch Bad Wurzach, Mengen, Ochsenhausen und Tettnang. Insgesamt neun neue Touren werden bis Herbst 2026 abrufbar sein. Bestehende Touren in Leutkirch im Allgäu, Wangen im Allgäu und rund um das Kloster Roggenburg ergänzen das Angebot entlang der Oberschwäbischen Barockstraße.

Die Oberschwäbische Barockstraße in Kürze
Entlang der Oberschwäbischen Barockstraße lässt sich erleben, wie lebendig das epochale Erbe der Zeit des Barock auch heute noch ist. Historische Persönlichkeiten führen durch opulente Paläste, prachtvolle Kirchen oder in den Alltag der einfachen Leute. 790 Kilometer, vier Routen und rund 50 Erlebnisstationen: Auf der berühmten Kultur- und Ferienstraße wartet das Himmelreich des Barock.

Die Oberschwaben Tourismus GmbH mit Sitz in Bad Schussenried ist Trägerin der Marke „Oberschwäbische Barockstraße“ und vermarktet die Ferienstraße national und international. Kontakt: Tel. +49 (0)7583 92638-0, info@oberschwaben-tourismus.de, www.himmelreich-des-barock.de