Oberschwäbische Barockstraße , Basispressetext
20.12.2018, 5.541 Zeichen, 12 Bilder, Langfassung

Die Oberschwäbische Barockstraße entdecken

Naschende Putten und heilige Leiber

Prunkvolle Schlösser und Gebeine in kostbaren Gewändern: Etwas bizarr ist die Barockzeit aus heutiger Sicht – und gerade deshalb faszinierend. Hier kann man Barockkirchen bestaunen, im Klostergarten entspannen, üppige Barockmenüs genießen, Orgelmusik erlauschen, den größten Blutritt Europas erleben oder beim Anblick verzierter Gerippe erschaudern. Ein Routenführer der Oberschwäbischen Barockstraße präsentiert die Region zwischen Donau und Bodensee innerhalb von sechs Themenwelten.

750 Kilometer, vier Routen und drei Länder
Die Oberschwäbische Barockstraße besteht aus vier Routen und führt durch Deutschland, Österreich und Schweiz an großen und kleinen Schätzen der Barockzeit entlang. Von Wiblingen bis zum Bodensee und Sigmaringen bis Kempten können die eindrucksvollsten barocken Bauwerke der Region besichtigt werden. Der reich geschmückte Bibliothekssaal im Kloster Wiblingen, das prächtige Neue Schloss in Kißlegg oder das Neue Schloss Tettnang sind Zeugen der Grenzenlosigkeit barocker Kunst.

Der Honigschlecker und die schönste Barockkirche der Welt
Ein Barockjuwel mit Sicht über den Bodensee auf die Alpenkette ist die berühmte Rokokokirche Birnau. Meister wie Peter Thumb, Josef Anton Feuchtmayer und Gottfried Bernhard Götz waren hier am Werk. Es sind die kleinen Details, wie der bekannte „Honigschlecker“, die zeigen, wie viel Liebe zum Detail in der pompösen Kunst steckt. Besonders im Inneren entfaltet sich die Schönheit der kleinen Barockkirchen: Die Wallfahrtskirche Steinhausen wird auch als „schönste Dorfkirche der Welt“ betitelt — wie im Himmelreich fühlt man sich, unter den weiß-golden strahlenden Verzierungen.

Die größte Reiterprozession Europas
Oberschwaben bringt mit traditionellen Festen Einheimische wie Gäste zusammen. Tausende von Reitern in Frack und Zylinder füllen am Freitag nach Christi Himmelfahrt die Straßen von Weingarten beim traditionellen Blutritt. Verfolgt wird die Prozession von über 30.000 Zuschauern. Zahlreiche Besucher zieht es außerdem zur schwäbisch-alemannischen Fasnet im Februar in die Region, wenn die Narren die Macht übernehmen.

Spazieren wie ein Mönch, schlemmen wie ein König
Ruhe findet man bei einem Spaziergang durch liebevoll angelegte Gartenanlagen der Klöster und Schlösser. Sanft plätschernde Bäche, wie der Krummbach bei Ochsenhausen, angelegt von Mönchen im 15. Jahrhundert, sind Ziele für Ausflüge in die Natur. Überall in der Region laden Wirtschaften ein, stilechte Barockmenüs und Bier aus der Heimat zu probieren. Die Schwaben haben auch eine Vorliebe für die einfache Küche: Seelen und Schmalzgebäck gibt es in jeder Bäckerei zu kaufen.

Die mystische Seite des Barock erfahren
Imposante Orgeln sind aus den Barockkirchen nicht wegzudenken. Meisterwerke wie die berühmte Gabler-Orgel in der Klosterkirche Ochsenhausen sind optisch und akustisch eine beeindruckende Erscheinung. Bis heute werden auf den Orgeln Stücke der damaligen Zeit gespielt. Wer beim Lauschen der tiefen Klänge keine Gänsehaut bekommt, wird spätestens beim Anblick des barocken Reliquienkults erschaudern. Das zerrissene Lebensgefühl der Zeit ist beim Anblick reich verzierter Gebeine zu erahnen: Nach dem Schrecken des 30-jährigen Krieges waren sich die Menschen der Endlichkeit des Lebens bewusst.

Schlösser-Streifzug durch die Epochen
Eher herrschaftlichem Leben kommt man in den Schlössern Oberschwabens auf die Spur. Die Burgen- und Schlösserregion lädt Besucher ein zu einem Streifzug durch die Epochen. Bei einer exklusiven Kostümführung im Hohenzollernschloss Sigmaringen werden Wein und Wild in der historischen Schlossküche verkostet, beim barocken Kaffeekränzle im Neuen Schloss Tettnang erlebt man erst die barocken Prunkräume und schmaust anschließend stilecht an einer barocken Kaffeetafel im Bacchussaal. Im Aulendorfer Schloss führt Gräfin Paula, Gesellschaftsdame von Kaiserin Sissi, persönlich durch ihre Gemächer und empfängt bei Kaffee, Tee und feinen Küchlein. Beim Ritteressen im Aulendorfer Ritterkeller oder auf der Waldburg geht es hingegen handfest zu – hier darf auch mit den Fingern gegessen werden.


Weitere Informationen:

Der Routenführer zur Oberschwäbischen Barockstraße ist kostenlos erhältlich bei Oberschwaben Tourismus, Tel. +49 7583 92638-0, info@oberschwaben-tourismus.de, www.himmelreich-des-barock.de

Alle Informationen zu den Angeboten der Burgen und Schlösser in Oberschwaben-Allgäu finden sich unter www.schloesserregion-oberschwaben.de und in der Broschüre „Burgen- und Schlösserregion Oberschwaben-Allgäu“ die unter info@oberschwaben-tourismus.de kostenfrei bestellt werden kann.

 

Ziele der Oberschwäbischen Barockstraße

Bad Schussenried, www.bad-schussenried.de

Bad Waldsee, www.bad-waldsee.de

Bad Wurzach i. A., www.bad-wurzach.de

Biberach a. d. Riß, www.biberach-tourismus.de

Kißlegg i. A., www.kisslegg.de

Ochsenhausen, www.ochsenhausen.de

Ottobeuren, www.ottobeuren.de

Tettnang, www.tettnang.de

Weingarten, www.weingarten-online.de

Wolfegg, www.wolfegg.de

Zwiefalten, www.zwiefalten.de


Nutzungsbedingungen

Lebensfreude und Schönheit

Verschnörkelte Formen schmücken die Wallfahrtskirche in Steinhausen.
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Köstliches Gebäck

Seelen und Schmalzgebäck sind Klassiker der schwäbischen Küche. Zu kaufen gibt es sie in jeder Bäckerei der Region, z. B. in der Bäckerei Fidelisbäck in Wangen
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Barock liegt in der Luft

Die Altstadt in Messkirch ist ein Genuss fürs Auge. Zu ihren Highlights zählt das Renaissance-Schloss und die Stadtkirche.
Bildnachweis: Tourist-Information Messkirch
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Spazieren auf den Spuren der Mönche

Der Stille Bach in Weingarten, einst von Mönchen angelegt, ist ein ideals Ziel für einen Ausflug in die Natur.
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Barocktöne erlauschen

Orgeln von Johann Nepomuk Holzhey lassen auch heute noch den Barock erklingen.
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Gruselige Seite des Barock

Die Gebeine von Heiligen wurden im 18. Jahrhundert erworben und verehrt - zum Erschaudern.
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Zeitreise für den Gaumen

Berthold Schmidinger vom Restaurant Grüner Baum in Bad Waldsee serviert stilechte Barockmenüs.
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Prost!

Zum Barockmenü genießt man einen Krug heimisches Bier.
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Kochen wie im Barock

Mithilfe alter Rezepte werden in vielen Gasthäusern üppige Barockmenüs auf die Teller gezaubert.
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Ein Putto namens Honigschlecker

Der Putto in der Wallfahrtskirche Birnau ist ein Symbol für den Heiligen Bernhard. Seine Predigten sollen ihm wie Honig aus dem Mund geflossen sein.
Bildnachweis: Oberschwaben Tourismus GmbH
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Imposante Bauwerke

Die barocke Wallfahrtskirche in Steinhausen prägt das Landschaftsbild des Ortes.
Bildnachweis: Tourist-Information Bad Schussenried
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen

Kloster Ochsenhausen

Die Anlage beherbergt heute ein Museum.
Bildnachweis: Stadt Ochsenhausen
Bildinfos: 15x10cm, 300dpi
Bild herunterladen