Historische Fotografien vom Bodensee bleiben länger auf dem Arenenberg
Gute Nachrichten für alle, die die Sonderausstellung «Was der Kaiser noch sah» im Napoleonmuseum Arenenberg noch nicht besucht haben: Die ursprünglich bis Mitte September geplante Ausstellung wird bis zum 20. Dezember 2026 verlängert. Über 500 historische Fotografien zeigen die Bodenseeregion zwischen 1860 und ca. 1906. Sie spüren entlang bedeutender Städte und Sehenswürdigkeiten den umfassenden Veränderungen nach, mit denen die Menschen damals, auch aufgrund der rasanten technischen Entwicklung, konfrontiert waren.
Die Motivauswahl folgt der «Nostalgiereise» des französischen Kaisers Napoleon III. im Jahr 1865 zu den Stätten seiner Kindheit, Jugend und Prinzenjahre am Bodensee. Hier hatte er zusammen mit seiner Mutter, Königin Hortense, nach dem endgültigen Sturz seines Onkels Napoleon I. im Exil gelebt. Die historischen Aufnahmen führen entlang seiner damaligen Reiseroute von Konstanz über den Arenenberg und die Reichenau bis nach Überlingen, Mainau, Meersburg, Friedrichshafen und zu weiteren Orten rund um den See. Rund 100 Fotografien an den Wänden geben einen Überblick, weitere 400 historische Aufnahmen lassen sich an fünf digitalen Stationen entdecken.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Konstanz. Dessen Sammlung der Hofphotographen Wolf dokumentiert auf aussergewöhnliche Weise die Entwicklung der Bodenseeregion. Rund 70 Prozent der gezeigten Bilder stammen aus diesem Fundus und können dank der Grosszügigkeit des Stadtarchivs gezeigt werden.
Weitere Informationen: https://napoleonmuseum.tg.ch
SERVICETEIL
Ausstellung im Napoleonmuseum Arenenberg
«Was der Kaiser noch sah»
Arenenberg, Konstanz, der Thurgau und der Bodensee in historischen Fotografien
20. März bis 20. Dezember 2026
Öffnungszeiten
April bis September: täglich 10 bis 17 Uhr, letzter Eintritt 16:30 Uhr
Oktober bis März: Di bis So: 10 bis 17 Uhr
Tel + 41 58 34 574 10, napoleonmuseum@tg.ch
Preise
Pro erw. Person: CHF 15.–
Kinder und Jugendliche (6 bis 16 Jahre): CHF 5.–
Familienkarte (2 Erwachsene und 2 Kinder/Jugendliche): CHF 32.–
Jahreskarte Erwachsene: CHF 35.–
Kontakt Arenenberg
Arenenberg 1
CH-8268 Salenstein
www.arenenberg.ch | https://napoleonmuseum.tg.ch
Leihgeber und Donatoren:
- Stadtarchiv Konstanz
- Daniel Gross, Konstanz
- Martin Friedrich, Salenstein
- Familienarchiv Gügel-Frank, Konstanz
- Werner-Schupp--Stiftung, Konstanz
- Christina Egli, Kreuzlingen
- Städtische Museen Konstanz
Das Napoleonmuseum Arenenberg in Kürze:
Das seit 1855 zu besichtigende Napoleonmuseum Arenenberg ist das einzige deutschsprachige Museum zur napoleonischen Geschichte. Sein Forschungsgebiet reicht von der französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Zu diesem Zweck unterhält das Haus wertvolle Sammlungen verschiedener Genres sowie ein umfangreiches Archiv. Seine ca. 35'000 Bände umfassende Forschungsbibliothek wird laufend erweitert. Seit einigen Jahren unterzieht sich das Napoleonmuseum einem Wandel. Zusätzliche Räume des ehemaligen Schlossguts Arenenberg erlauben es zukünftig, aus dem bestehenden Haus ein modernes Institut zur Erforschung, Bewahrung und Präsentation der napoleonischen Geschichte zu entwickeln. Die Sammlung umfasst weltweit begehrte Ausstellungsstücke.
Mit jährlich rund 25'000 Besuchern zählt das Museum darüber hinaus zu den Anziehungspunkten des Bodenseegebietes. Regelmässige Sonderausstellungen beschäftigen sich mit Facetten der napoleonischen Geschichte am Bodensee. Der umliegende Landschaftspark ist frei zugänglich. In der «Arenenberger Gartenwelt» können Besucher eine Gartenzeitreise en miniature erleben. Der Museumsshop besitzt den Charme einer Boutique und bietet vielfältige regional- und landestypische Produkte an.
Aufgrund seiner Lage am internationalen Bodensee und seiner Geschichte versteht sich das Napoleonmuseum Arenenberg als Mittler zwischen den Staaten. Frankreich, die Schweiz, Deutschland, Italien, England, Polen, die USA: Es gibt praktisch keine Nation, zu der die Familie Bonaparte von Schloss Arenenberg aus nicht in Verbindung stand. Dieser Tradition folgend unterhält das Napoleonmuseum umfangreiche internationale Kontakte.
Der Arenenberg in Kürze:
Der Arenenberg verbindet auf einzigartige Weise Landwirtschaft, Genuss, Kultur und Bildung. Er beherbergt nebst dem Napoleonmuseum mit Schloss und Park Beratungs- und Dienstleistungszentrum für Landwirtschaft und ländliche Hauswirtschaft des Kantons Thurgau und das schweizerische Kompetenzzentrum für Musikinstrumentenbau, ausserdem ein Hotel und Gastronomie.