Gartenfreude, Krippenerlebnis und franziskanische Gastlichkeit
Das Törchen zum Garten „Mutter Erde“ steht immer offen und lädt Radler, Spaziergänger und Klosterbesucher ein, sich auf eine grün-bunte Entdeckungsreise zu begeben. Hunderte von Stauden, Kräuterpflanzen und Sträucher nehmen ein großes Graslabyrinth und eine moderne Skulptur in ihre Mitte. Der Garten liegt am Rand des Klostergeländes der Franziskanerinnen von Bonlanden und steht symbolisch für die franziskanisch geprägte Gastlichkeit, mit der die Schwestern Besucherinnen und Besucher empfangen. Eine weitere Attraktion ist der Krippen-Weg im ersten Stock der ehemaligen, jetzt ausgebauten Stallungen. Dort entfaltet sich eine einzigartige barocke Krippenlandschaft. Im Frühjahr 2026 wurde sie offiziell Station auf der Oberschwäbischen Barockstraße. Gerühmt wird zudem das Café im gleichen Gebäude. Die klostereigene Konditorei steht im Ruf, die besten Torten und Kuchen weit und breit zu fabrizieren. Wer nach dem Kuchenschmaus gar nicht mehr weg möchte, kann im Haus San Damiano oder im mustergültig sanierten historischen Schulhaus Faustin Mennel ein modernes Gästezimmer beziehen.
Der Orden trägt weiter, was Franz von Assisi ins Zentrum seines Wirkens stellte: die Verkündigung der Menschwerdung Christi und die Ehrung der Schöpfung. Letztere bedeutet für die Schwestern immer auch Wertschätzung des Menschen – deshalb schufen sie mit den Gäste- und Tagungshäusern sowie mit verschiedenen Rückzugsorten Räume, an denen Menschen Ruhe finden, spirituell auftanken und das franziskanische Lebensideal erspüren können.
Weitere Informationen und Buchung unter:
Kloster Bonlanden, Kongregation der Franziskanerinnen von Bonlanden – deutsche Provinz e.V., Faustin-Mennel-Str. 1, D-88450 Berkheim, Tel. +49 7354 884-168, tagungszentrum@kloster-bonlanden.de, www.kloster-bonlanden.de
Instagram: @klosterbonlanden
Facebook: https://www.facebook.com/KlosterBonlanden/
Weitere Informationen im Überblick
Kloster Bonlanden: Gründung und Gründer
Die Geschichte des Klosters Bonlanden begann 1854 auf Initiative des Diözesanpriesters Faustin Mennel. Aus seiner Vision entstand ein Frauenkloster im franziskanischen Geist, das Bildung, Fürsorge und gemeinschaftliches Ordensleben miteinander verbinden sollte. Mennel war geprägt vom Vorbild des heiligen Franziskus von Assisi: vom Vertrauen auf Gottes Führung, vom Leben in Einfachheit und von der Überzeugung, dass Glaube im Tun sichtbar werden muss. So wurde Bonlanden von Anfang an als Ort gedacht, an dem Beten und Arbeiten, geistliches Leben und praktische Hilfe zusammengehören.
Was damals als Gründungsidee begann, entwickelte sich zu einer lebendigen Klostergemeinschaft mit einem klaren Auftrag: Menschen Bildung, Orientierung und Geborgenheit zu geben und zugleich franziskanische Werte wie Gastfreundschaft, Schöpfungsverantwortung und den Blick auf den Menschen im Alltag erfahrbar zu machen. Bis heute prägt dieses Erbe das Kloster Bonlanden – als Ort der Begegnung, der Spiritualität und der offenen Gastlichkeit.
Franziskus von Assisi, die Krippentradition und die Bonlander Barock-Krippe
Die Krippe und das Geschehen der Heiligen Nacht haben einen besonderen Platz in der franziskanischen Spiritualität. War es doch Franz von Assisi, auf den die Idee zurückgeht, den Stall von Bethlehem ganz konkret zu veranschaulichen. Für die Weihnachtsmesse, die er 1223 im zwischen Assisi und Rom gelegenen Örtchen Greccio vorbereitete, ließ er eine Stallszene mit lebendigen Ochs und Esel sowie einer Futterkrippe einrichten. So wollte er die Verlassenheit und Armut der kleinen Familie so deutlich wie möglich werden lassen. Aus diesem ersten Krippenspiel entstand die für die katholische Kirche typische Tradition, vor allem in der Weihnachtszeit Krippen aufzubauen und zu zeigen.
Umfangreiche Krippen waren der Schatz vieler Klöster, bevor Anfang des 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisierung fast alle Abteien und Klöster im Süden Deutschlands aufgehoben wurden. Wahrscheinlich aus dem Bestand eines ehemaligen Klosters konnten die Franziskanerinnen die Figuren und Modellbauten im Jahr 1902 erwerben. Seither wurden sie mit viel Liebe instandgehalten und schließlich fachgerecht restauriert.
Ein Wochenende lang MEHR ADVENT
„MEHR ADVENT“ im Kloster Bonlanden lädt jedes Jahr im November an einem Wochenende dazu ein, sich mit allen Sinnen auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen. Rund um das Kloster erwartet Besucherinnen und Besucher ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt mit funkelnden Marktständen, nachhaltigem Kunsthandwerk und kulinarischen Genüssen aus Klosterküche und hauseigener Konditorei. Kinder entdecken das Adventshaus mit Spiel‑ und Bastelangeboten, Geschichtenerzählerin, Nikolaus-Schlittenaktion und weiteren Überraschungen. Fackelgänge zum Garten „Mutter Erde“, der Greccio‑Weg mit Krippen- und Rätselelementen, Führungen durch die begehbare Barock-Krippe zum Thema „Tiere an der Krippe“, Adventskranzsegnungen sowie Musik von Bläserensembles, Chören, Orgel und Alphornbläsern schenken ein „Mehr an Advent“ für Groß und Klein.
Als Gruppe in Kloster Bonlanden
In Kloster Bonlanden haben Gruppenauszeiten eine besondere Qualität. Schulklassen, Chöre, Vereine oder Teams finden hier Räume, die Ideen beflügeln, Gemeinschaft stärken und einfach guttun. Im Haus Faustin Mennel stehen großzügige Tagungs- und Proberäume sowie fröhliche Mehrbettzimmer bereit. Draußen laden Spazierwege, Weitblick und inspirierende Orte zur Pause zwischendurch. Das Rahmenprogramm reicht vom Grillabend über Naturnähe im Garten „Mutter Erde“ bis zu einer Führung entlang des eindrucksvollen Krippen-Wegs. Dank der liebevoll gestalteten Angebote der Franziskanerinnen finden Gruppen einen Ort, an dem Gemeinschaft spürbar wird und sich jeder willkommen fühlt.
Tagungs- und Übernachtungsmöglichkeiten im Überblick
Kloster Bonlanden bietet ein Tagungszentrum mit 10 Räumen und einem 200-qm-Festsaal sowie 130 Betten in 58 Zimmern. Die Unterkunft ist damit sowohl für kleine Seminare als auch für größere Gruppen und Veranstaltungen gut geeignet.
Haus Faustin Mennel: Tagungs- und Festmöglichkeiten
- 10 Tagungsräume in unterschiedlichen Größen, verteilt auf drei Etagen im Haus Faustin Mennel
- Größter Raum: der Festsaal Aula mit 200 Quadratmetern für bis zu 170 Personen in Reihe, bis zu 70 Personen parlamentarisch und bis zu 60 Personen in U-Form
- Weitere Räume reichen von kleineren Besprechungsräumen bis zu größeren Tagungsräumen für etwa 40 Personen
- Geeignet für Seminare, Workshops, Großveranstaltungen und Produktpräsentationen
Übernachtungsmöglichkeiten
- Im Haus Faustin Mennel stehen insgesamt 18, meist mit mehreren Betten ausgestattete Zimmer zur Verfügung.
- Das Haus San Damiano verfügt über 12 Doppelzimmer in einer ruhig gestalteten, komfortablen Atmosphäre.
Buchung über: tagungszentrum@kloster-bonlanden.de