Grenzenlose Begegnung mit Blüten, Bäumen und Bodenseeluft
Beim Grenzenlosen GartenRendezvous am westlichen Bodensee zeigt die hiesige Gartenkultur ihren Facettenreichtum: 66 Gärten und Parks auf deutscher und Schweizer Seeseite öffnen ihre Tore, darunter viele private Refugien, die sonst verborgen bleiben. In 2026 setzen drei neue Anlagen frische Impulse. Das Jahresthema „Bäume am Bodensee“ des Netzwerks Bodenseegärten wird außerdem durch die stillen Riesen in vielen Gärten und auf blühenden Streuobstwiesen sichtbar. Veranstaltungen, Führungen und Workshops ermöglichen darüber hinaus intensive Einblicke. So schafft das GartenRendezvous beim Spaziergang entlang duftender Beete oder im Austausch mit Gartenbesitzerinnen und -besitzern, Räume für Begegnung mit der Natur und mit Gleichgesinnten. www.bodenseewest.eu/grenzenloses-gartenrendezvous
Fast das ganze Jahr über erblüht die westliche Bodenseeregion in einem Mosaik aus Farben, Düften und lebendiger Gartenkultur. Diese inspirierende Vielfalt macht das „Grenzenlose GartenRendezvous“ zwischen malerischem Seeufer und den Vulkankegeln des Hegaus erfahrbar. Drei neue Gärten bereichern das Angebot: der verspielte Privatgarten Hein in Stockach-Wahlwies, der altersgerecht angelegte Garten Meßmer in Engen und der Slowflower-Garten BioToPhilie in Singen-Friedingen, wo regionale Schnittblumen angebaut werden. Sie stehen exemplarisch für das, was das GartenRendezvous ausmacht: die lebendige Mischung aus privaten Rückzugsorten, Schaugärten, Parks und Lehrpfaden, die Einblicke in unterschiedliche Gartenwelten ermöglicht – oft verbunden mit persönlichen Geschichten und viel Leidenschaft.
Zwischen Streuobstwiesen und imposanten Baumriesen
Das grenzenlose GartenRendezvous ist Teil des Netzwerks Bodenseegärten, dessen Jahresthema 2026 den „Bäumen am Bodensee“ gewidmet ist. Die stillen Riesen prägen das Bild der Region seit Jahrhunderten. Etwa durch die hier so typischen Streuobstwiesen: Im Frühjahr verwandeln Apfel-, Birn- und Kirschbäume die Landschaft in ein weiß-rosafarbenes Blütenmeer, im Herbst tragen sie üppig Früchte. Streuobstlehrpfade und Sortengärten in Moos, Gaienhofen, Radolfzell, Gailingen und Stockach machen diese Kulturlandschaft erlebbar. Als Lebensraum für viele Vogel- und Insektenarten und als Bewahrer alter Obstsorten sind sie ökologisch wertvoll und zugleich identitätsstiftend für die Region.
Auch markante Einzelbäume und charakteristische Baumgruppen lenken den Blick nach oben: So führt die Allee zur Insel Reichenau wie ein grünes Band auf die UNESCO-Welterbeinsel, die Allee zwischen Radolfzell und Moos verläuft durch das Naturschutzgebiet der Radolfzeller Aachmündung zur paradiesischen Halbinsel Höri. Weitere eindrucksvolle Baumgestalten prägen die Gärten und Parks der Region: Im Seeburgpark Kreuzlingen etwa ist eine prächtige Blutbuche heimliche Trauzeugin vieler Hochzeiten, im Arboretum der Insel Mainau ragt ein Riesenmammutbaum mit rund zehn Metern Stammumfang stolze 45 Meter in den Himmel und im Konstanzer Pfalzgarten beim Münster zieht ein weiterer riesenhafter Mammutbaum in seinen Bann. Der Rosengarten am Untersee in Mammern beherbergt mit einer alten Bergulme eine Seltenheit. Sie ist wegen ihres solitären Standorts von der einst grassierenden Ulmenkrankheit verschont geblieben. Auch in historischen Gartenanlagen wird die Faszination Baum sichtbar: Im Arenenberger Park, der mit Traumblick über den westlichen Bodensee besticht, gestaltete Kaiser Napoleon III. gemeinsam mit seiner Mutter und Persönlichkeiten wie Fürst Pückler mit vielen mittlerweile zu Baumriesen angewachsenen Pflanzungen eine einzigartige Gartenwelt.
Grenzenlose Gartenleidenschaft
Die teilnehmenden grünen Paradiese befinden sich auf deutscher und Schweizer Seeseite und schaffen so grenzenlose Gartenerlebnisse. Stimmungsvoll lassen sie sich auch vom Wasser aus ansteuern: Mit den Kursschiffen der Schweizerischen Schifffahrt Untersee und Rhein geht es etwa von Kreuzlingen und Konstanz durch den Rhein bis nach Schaffhausen. Dort lädt das Kloster Allerheiligen in seinen ruhigen, von historischen Mauern gefassten Klostergarten ein und auch die blühende Fäsenstaubpromenade schafft mit ihren weiten Ausblicken über Stadt und Rhein kleine Auszeiten. Eine herrliche Sicht bietet auch der Klostergarten St. Georgen in Stein am Rhein und lädt mit Blumen- und Heilpflanzenbeeten zum Erkunden ein. Im Kanton Schaffhausen eröffnet sich mit dem Orchideen-Schutzgebiet Tannbüel bei Bargen außerdem ein sensibler Naturraum, in dem viele seltene Pflanzenarten heimisch sind.
Inspiration, Begegnung und besondere Momente
Das grenzenlose GartenRendezvous ist aber weit mehr als ein Blick über den Gartenzaun: Zahlreiche Veranstaltungen laden dazu ein, tiefer einzutauchen, so der Radolfzeller Kräutermarkt am 9. Mai, der den Auftakt zu den genussvollen KräuterWochen am westlichen Bodensee bildet. Auch die Lavendeltage in der Syringa-Gärtnerei vom 19. bis 21. Juni und verschiedene Führungen u.a. im duftenden Heilpflanzengarten von Herbar Floralis in Stockach und im Konstanzer Stiegeler Park machen die vielfältigen Gartenwelten der Region erlebbar. Besonders anschaulich wird es zudem bei Workshops: etwa beim Binden von Slowflower-Sträußen bei BioToPhilie oder bei den Angeboten von Herbar Floralis.
Übrigens: Die Anlagen des GartenRendezvous lassen sich ideal miteinander verbinden – zu Fuß, per Rad oder bei einer herrlichen Schifffahrt über den See. Erstmals findet sich in der GartenRendezvous-Broschüre und auf der Website zudem ein Hinweis bei Gärten, die besonders gut mit dem ÖPNV erreichbar sind.
Weitere Informationen: www.bodenseewest.eu/grenzenloses-gartenrendezvous
SERVICE-INFORMATIONEN
Gartenveranstaltungen in der westlichen Bodenseeregion
- Bis Mitte Oktober 2026, immer sonntags: Schlossparkführungen auf dem Arenenberg, Salenstein
- 2. und 23. Mai, 20. Juni, 4. Juli, 1. und 22. August, 19. September, 3. Oktober 2026: Gartenführung im Mia- und Hermann-Hesse-Haus, Gaienhofen
- 8., 15. und 22. Mai 2026: Öffentliche Führungen im Stiegeler Park, Konstanz
- 9. Mai 2026: 20. Radolfzeller Kräutermarkt, Konzertsegel, Radolfzell am Bodensee
- 9. Mai 2026: Schaugartenführung „Wieviel Unkraut verträgt der Garten“ im Schaugarten Ege und Conrad, Moos
- Noch bis 10. Mai 2026: Orchideenschau mit über 3000 faszinierenden Orchideen-Schönheiten im Palmenhaus, Insel Mainau
- 10., 30. und 31. Mai sowie 20., 21., 27., 28. Juni 2026: Offenes Gartencafé im Garten Wilhelm, Öhningen
- 13. und 27. Mai, 10. und 24. Juni, 8. und 22. Juli, 26. August, 9. und 23. September 2026: Klostergärten zum Reinschnuppern – 24 Kräuter & 100 Geschichten, Klostergärten Reichenau
- 5. bis 7. Juni 2026: Blütenzauber der Bodenseegärten, Gartenfestival in vielen Gärten und Parks des Netzwerks Bodenseegärten
- 14. Juni, 26. Juli, 16. August 2026: Gartencafé im Garten Gerard, Öhningen
- 19. bis 21. Juni 2026: Lavendeltage im Syringa Duftgarten, Hilzingen-Binningen
- 20. Juni und 5. September 2026: Workshop „Slowflower-Sträuße binden“ bei BioToPhilie, Singen-Friedingen
- 25. Juni, 23. Juli und 24. September: Führung „GartenRendezvous im Wild- und Freizeitpark“ im Schaugarten des Wild- und Freizeitpark Allensbach
- 6. und 12. Juni, 1., 3., 17., 31. Juli, 16. September 2026: Feldführungen bei Herbar Floralis, Stockach-Mahlspüren
- 4. bis 6. September 2026: Lange Nacht der Bodenseegärten, Gartenfestival in vielen Gärten und Parks des Netzwerks Bodenseegärten
Weitere Informationen: www.bodenseewest.eu/grenzenloses-gartenrendezvous
Bodenseegärten-Grünthema 2026 „Bäume am Bodensee“
Unter dem Grünthema „Bäume am Bodensee“ rückt das Netzwerk Bodenseegärten 2026 die vielfältige Bedeutung von Bäumen in den Fokus – als landschaftsprägende Elemente, kulturelle Symbole und ökologische Schlüsselakteure. In Gärten und Parks der Vierländerregion Bodensee werden ihre Geschichten erlebbar, etwa entlang der beiden thematischen Routen „Weg der Linden“ und „Auf den Spuren der Exoten“. Diese laden dazu ein, heimische Baumarten ebenso wie eindrucksvolle Gehölzraritäten neu zu entdecken. Alle Informationen: www.bodenseegaerten-baeume.com
Auf ein gutes Blatt setzen: Die Nachhaltigkeitsinitiative am westlichen Bodensee
Die nachhaltige Entwicklung am westlichen Bodensee ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines engagierten Netzwerks: Über 50 Partnerbetriebe aus Tourismus, Gastronomie, Direktvermarktung, Hotellerie und Freizeit ziehen im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative gemeinsam an einem Strang. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein anerkannter Nachhaltigkeitsnachweis – je nach Einstufung etwa „Green Sign“, „Bioland“, „Gutes vom See“ und einige mehr. Die Idee dahinter: Nachhaltigkeit ganzheitlich denken – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Mit Netzwerktreffen, Projekten und Partnerschaften stärkt die Initiative nicht nur den Zusammenhalt, sondern auch die regionale Wertschöpfung. Für die Gäste und Bewohner der Region werden Partner sowie bereits bestehende Angebote und Initiativen transparent über ein Piktogramm kommuniziert: ein grünes Blatt.
In 2025 startete die Destinationszertifizierung durch „Green Destinations“. Die international anerkannte Zertifizierungsorganisation für nachhaltigen Tourismus begleitet die Region am westlichen Bodensee auf ihrem Weg zu umfangreicher Umwelt- und Sozialverantwortung. Ziel ist es, die Zertifizierung im Jahr 2026 erfolgreich abzuschließen.
Weitere Informationen: www.bodenseewest.eu/nachhaltigkeit
BODENSEECARD WEST - Freifahrtschein für einen entspannten Urlaub
Besonders umweltbewusst ist die An- und Abreise zu den Angeboten in der Region mit dem ÖPNV. Mit der BODENSEECARD WEST erhalten Gäste am westlichen Bodensee in ihrer Unterkunft einen Freifahrtschein für den öffentlichen Verkehr im gesamten Landkreis Konstanz bis Überlingen und Stein am Rhein in der Schweiz – inzwischen auch als unkomplizierte digitale Anwendung fürs Smartphone. Darüber hinaus sind zahlreiche Vorteile enthalten. So gibt es Ermäßigungen bei verschiedenen Führungen, in Museen sowie bei Genuss-, Kultur- und Wellnessangeboten. Ferienorte und -städte, deren Gastgeber ihren Gästen die BODENSEECARD WEST überreichen, sind Allensbach, Bodman-Ludwigshafen, Gaienhofen, Gailingen, Konstanz, Moos, Öhningen, Radolfzell, Reichenau, Rielasingen-Worblingen, Singen, Sipplingen, Steißlingen und Stockach. Mehr Infos: www.bodenseewest.eu/bodenseecardwest
Die Region Westlicher Bodensee in Kürze
Formen, Farben, Inspiration: Mit herrlich gelegenen Inseln und Halbinseln, naturbelassenen Ufern, versteckten Buchten und skurrilen Vulkanformationen öffnet sich zwischen Konstanz, dem Hegau, dem Schweizer Seeufer, der Insel Reichenau, der Halbinsel Höri, dem historischen Radolfzell und dem Seeort Allensbach die anregende Landschaft der westlichen Bodenseeregion. Die Kombination der weiten Fläche des Sees mit grünen Naturparadiesen, Kulturschätzen und besonderen Genussmomenten ist einzigartig und inspirierend und 365 Tage im Jahr einen Besuch wert.
Die Naturlandschaft und die gewachsene Kultur am westlichen Bodensee stellen einen hohen Wert dar. Damit verbindet sich eine große Verantwortung. Deshalb hat sich die Region auf den Weg zur „Green Destination“ gemacht und fördert regionale Vernetzung, Umweltschutz und Inklusion. www.bodenseewest.eu