Die Oberschwäbische Barockstraße entdecken

Naschende Putten und klingende Orgeln

Prunkvolle Schlösser, Klöster, Abteien und Kirchen: Wer sich auf eine Reise entlang der Oberschwäbischen Barockstraße begibt, dem offenbart sich vielerorts Wundersames: Kostbar verzierte Gebeine von Heiligen gehören ebenso dazu, wie der Klang imposanter Orgeln oder Köstlichkeiten barocker Tafeln. Ein Routenführer der Oberschwäbischen Barockstraße präsentiert die Region zwischen Donau und Bodensee innerhalb von sechs Themenwelten. Die Top-Nachricht 2020: Die Oberschwäbische Barockstraße wird um rund 55 Kilometer und drei neue Stationen erweitert.

860 Kilometer, vier Routen und drei Länder
Die Oberschwäbische Barockstraße besteht aus vier Routen und führt durch Deutschland, Österreich und die Schweiz an großen und kleinen Schätzen der Barockzeit entlang. Von Wiblingen bis zum Bodensee und Sigmaringen bis Kempten können die eindrucksvollsten barocken Bauwerke der Region besichtigt werden. Der reich geschmückte Bibliothekssaal im Kloster Wiblingen, das prächtige Neue Schloss in Kißlegg oder das Neue Schloss Tettnang sind Zeugen der Grenzenlosigkeit barocker Kunst.

Neue Stationen auf der Ostroute
Zum Jahr 2020 wird die Oberschwäbische Barockstraße um rund 55 Kilometer verlängert. Drei neue Barockerlebnisstationen erweitern die Ostroute: Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt der Prämonstratenser-Chorherren in Roggenburg beherbergt eine der imposantesten Orgeln Süddeutschlands. Im prächtigen Vöhlinschloss in Illertissen überrascht die kleine Schlosskapelle mit ihrer Ausstattung im Stil des Rokoko. Ein barockes Kleinod ist auch die von den Fuggern erbaute Wallfahrtskapelle Mariä Geburt in Witzighausen.

Ohrenschmaus im Sommer
Klangvolles steht 2020 an der Oberschwäbischen Barockstraße im Mittelpunkt: „BAROCK erlauschen“ lautet das sinnliche Motto. Und auch während der BAROCKwoche vom 08. bis zum 16.08.2020 dürfen die Ohren gespitzt bleiben, wenn Musik aus dem 18. Jahrhundert ertönt. Mal Paukenschlag, mal Glockenklang – ausgefallene Kochkünste und Führungen, die Einblick in das Leben von früher geben, werden zudem für Begeisterung sorgen.

Der Honigschlecker und die schönste Barockkirche der Welt
Ein Barockjuwel mit Sicht über den Bodensee auf die Alpenkette ist die berühmte Rokokokirche Birnau. Meister wie Peter Thumb, Josef Anton Feuchtmayer und Gottfried Bernhard Götz waren hier am Werk. Es sind die kleinen Details, wie der bekannte „Honigschlecker“, die zeigen, wie viel Liebe zum Detail in der pompösen Kunst steckt. Besonders im Inneren entfaltet sich die Schönheit der kleinen Barockkirchen: Die Wallfahrtskirche Steinhausen wird auch als „schönste Dorfkirche der Welt“ betitelt — wie im Himmelreich fühlt man sich, unter den weiß-golden strahlenden Verzierungen.

Die größte Reiterprozession Europas
Oberschwaben bringt mit traditionellen Festen Einheimische wie Gäste zusammen. Tausende von Reitern in Frack und Zylinder füllen am Freitag nach Christi Himmelfahrt die Straßen von Weingarten beim traditionellen Blutritt. Verfolgt wird die Prozession von über 30.000 Zuschauern. Zahlreiche Besucher zieht es außerdem zur Schwäbisch-alemannischen Fasnet im Februar in die Region, wenn die Narren die Macht übernehmen.

Spazieren wie ein Mönch, schlemmen wie ein König
Ruhe findet man bei einem Spaziergang durch liebevoll angelegte Gartenanlagen der Klöster und Schlösser. Sanft plätschernde Bäche, wie der Krummbach bei Ochsenhausen, angelegt von Mönchen im 15. Jahrhundert, sind Ziele für Ausflüge in die Natur. Überall in der Region laden Wirtschaften ein, stilechte Barockmenüs und Bier aus der Heimat zu probieren. Die Schwaben haben auch eine Vorliebe für die einfache Küche: Seelen und Schmalzgebäck gibt es in jeder Bäckerei zu kaufen.

Die mystische Seite des Barock erfahren
Imposante Orgeln sind aus den Barockkirchen nicht wegzudenken. Meisterwerke wie die berühmte Gabler-Orgel in der Klosterkirche Ochsenhausen sind optisch und akustisch eine beeindruckende Erscheinung. Bis heute werden auf den Orgeln Stücke der damaligen Zeit gespielt. Wer beim Lauschen der tiefen Klänge keine Gänsehaut bekommt, wird spätestens beim Anblick des barocken Reliquienkults erschaudern. Das zerrissene Lebensgefühl der Zeit ist beim Anblick reich verzierter Gebeine zu erahnen: Nach dem Schrecken des 30-jährigen Krieges waren sich die Menschen der Endlichkeit des Lebens bewusst.

Schlösser-Streifzug durch die Epochen
Eher herrschaftlichem Leben kommt man in den Schlössern Oberschwabens auf die Spur. Die Burgen- und Schlösserregion lädt Besucher ein zu einem Streifzug durch die Epochen. Bei einer exklusiven Kostümführung im Hohenzollernschloss Sigmaringen werden Wein und Wild in der historischen Schlossküche verkostet, beim barocken Kaffeekränzle im Neuen Schloss Tettnang erlebt man erst die barocken Prunkräume und schmaust anschließend stilecht an einer barocken Kaffeetafel im Bacchussaal. Im Aulendorfer Schloss führt Gräfin Paula, Gesellschaftsdame von Kaiserin Sissi, persönlich durch ihre Gemächer und empfängt bei Kaffee, Tee und feinen Küchlein.

Weitere Informationen: Der offizielle Routenführer zur Oberschwäbischen Barockstraße ist kostenlos erhältlich bei Oberschwaben Tourismus, Tel. +49 (0)7583 92638-0, info@oberschwaben-tourismus.de, www.himmelreich-des-barock.de

 

Ziele der Oberschwäbischen Barockstraße

Bad Schussenried, www.bad-schussenried.de

Bad Waldsee, www.bad-waldsee.de

Bad Wurzach i. A., www.bad-wurzach.de

Biberach a. d. Riß, www.biberach-tourismus.de

Kißlegg i. A., www.kisslegg.de

Kloster Roggenburg, www.kloster-roggenburg.de

Ochsenhausen, www.ochsenhausen.de

Ottobeuren, www.ottobeuren.de

Tettnang, www.tettnang.de

Vöhlinschloss Illertissen, www.illertissen.de

Wallfahrtskirche Witzighausen, www.wallfahrt-witzighausen.de

Weingarten, www.weingarten-online.de

Wolfegg, www.wolfegg.de

Zwiefalten, www.zwiefalten.de