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Internationale Bodensee Tourismus GmbH, Basispressetext
17.02.2010, 12.296 Zeichen, 4 Bilder

Schlösser und Parks am Bodensee

„Oh Freund! Was hätte ich nicht darum gegeben, Hand in Hand mit Dir diese Gegend zu durchwandern, deren Reize genügend zu beschreiben, ich mich nur zu unfähig fühle", schwärmte Graf Hermann von Pückler-Muskau 1808 von seinem Besuch am Bodensee. Noch heute lassen sich Feriengäste von den Reizen der Natur- und Kulturlandschaft verzaubern. Wie schon Fürst Pückler, der große Gartengestalter, entdecken sie hier die prächtige Fülle idyllischer Schloss- und Parkanlagen.


Fürstliche Blütenträume auf der Insel Mainau
Der Lebenstraum eines Garten- und Menschenfreundes ist auf der Insel Mainau verwirklicht. Schon Großherzog Friedrich I. von Baden pflanzte hier im 19. Jahrhundert wertvolle exotische Hölzer an. Doch erst sein Urenkel, Graf Lennart Bernadotte, verwandelte das 54 Hektar große Eiland im Bodensee in ein Blumenparadies und öffnete es für Besucher. Die Oase für Pflanzenfreunde ist noch heute Heimat der Bernadottes und gleichzeitig das beliebteste Ausflugsziel am Bodensee. Orangen- und Zedernhaine, Palmengärten und prächtige Blumenrabatten umgeben das fürstliche Schloss. Das prächtige Schmetterlings- und Palmenhaus sind unumstrittene Attraktionen der Insel. Ein Kinderland bringt auch kleinen Gästen die Gartenfreude nahe.

Infos: Mainau GmbH, D-78465 Insel Mainau, www.mainau.de / Telefon +49 (0) 7531 3030, / Eintritt: Erwachsene 15,90 € - ermäßigt 8,50 € - Kinder bis 12 Jahre frei / Öffnungszeiten: Täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Englische Ordnung im Park von Schloss Bodman
Mit zartrosa Anstrich liegt das Schloss der Herren von Bodman mitten in einer akkurat gepflegten Parkanlage aus dem 18. Jahrhundert. Der Schlosspark ist ein Paradebeispiel für einen typischen Englischen Garten mit seiner zur Perfektion getriebenen Symmetrie samt den dazugehörigen, kunstvoll geschnittenen Hecken und Büschen. Ein kunstvoll gestalteter Terrassengarten sowie wertvolle Bäume und Sträucher ergänzen das sehenswerte Gartenensemble. Das Herrenhaus selbst wird noch heute von den Grafen von und zu Bodman bewohnt und kann deshalb nicht besichtigt werden. Es ist aber auch von außen ein prachtvoller Bau im biedermeierlich-klassizistischen Stil, der über die Jahrhunderte hinweg immer wieder erweitert und umgestaltet wurde. Mit seiner großen Freitreppe, dem Portal, der Loggia und den angebauten Flügeln mit ihren Dreiecksgiebeln erinnert es an einen fröhlichen, italienischen Palazzo.

Infos: Schloss Bodman, D-78351 Bodman-Ludwigshafen, der Garten ist von April bis Oktober, werktags von 9 bis 18 Uhr öffentlich zugänglich.

Barocker Glanz im Neuen Schloss Meersburg
Hoch über der Unterstadt von Meersburg thront das Neue Schloss mit seinen beeindruckenden, terrassierten Gärten. Der von außen schlicht und symmetrisch wirkende Bau, ehemals Residenz der Konstanzer Fürstbischöfe, verbirgt im Inneren barocke Glanzstücke. Kunstvolle Deckengemälde, vergoldete Stuckleisten, erhabene Fresken und aufwändige Bildhauerarbeiten großer Meister verleihen ihm seinen prachtvollen Charakter. Steile Weinberge trennen das dreigeschossige Schloss aus dem 18. Jahrhundert vom Ufer des Bodensees. Im ersten Obergeschoss zeigt die Städtische Galerie Werke aus den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, von Künstlern die in Meersburg heimisch waren. Immer wieder findet sich das Schloss selbst als Motiv auf den Gemälden. Das Fürstbischöfliche Schlossmuseum bietet Einblick in die kostbar ausstaffierten Repräsentations- und Wohnräume der geistlichen Herren.

Infos: Neues Schloss Meersburg, D-88709 Meersburg, www.meersburg.de / Telefon +49 (0) 7532 440400 / Eintritt: Erwachsene 4 € - Kinder 2 € - freier Eintritt mit der Bodensee-Erlebniskarte / Öffnungszeiten: Mitte März bis September täglich von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr.

Formenvielfalt in Schloss und Park Salem
Inmitten großzügiger Park- und Gartenanlagen liegt das ehemaliger Kloster und heutige Schloss Salem. Der stattliche Konventsbau der Zisterzienser aus dem 12. Jahrhundert gehört seit 1802 zum Besitz der Markgrafen von Baden und ist eines der herausragenden Kulturdenkmale Baden-Württembergs. Die gesamte Anlage lebt von ihrer kulturellen Vielfalt. Heilkräuter- und Obstgärten treffen auf repräsentative Formengärten nach französischem Vorbild, barocke Hofgärten und weitläufige Parkanlagen mit altem Baumbestand. Führungen und Ausstellungen zeigen klösterliche Kunst und Kultur. Prächtige Räume wie Bibliothek und Kaisersaal präsentieren sich ebenso der Öffentlichkeit wie gelebtes, traditionelles Handwerk, zum Beispiel im Schauweinberg, im Brennerei- oder Feuerwehrmuseum sowie in den kleinen niedergelassen Betrieben im großzügigen Schlosshof.

Infos: Schloss Salem, D-88682 Salem, www.salem.de / Telefon +49 (0) 7553 81437 / Eintritt: Erwachsene 7 € - Kinder 3 € - freier Eintritt mit der Bodensee-Erlebniskarte / Öffnungszeiten: 27. März bis 1. November Montag bis Samstag 9.30 bis 18 Uhr, sonn- und feiertags 10.30 bis 18 Uhr.

Schloss Heiligenberg - ein Kleinod der Renaissance
Auf einem weithin sichtbaren Hochplateau thront Schloss Heiligenberg 730 Meter über dem Bodensee. Der großartige Blick hinunter auf die üppige Seelandschaft und die dahinter liegende Alpenkette wäre allein eine Reise wert. Doch das Schloss ist auch ein besonderes Kleinod der deutschen Spätrenaissance. Im 16. Jahrhundert wurde es von einer mittelalterlichen Burg zum repräsentativen Sitz der Heiligenberger Linie der Fürsten zu Fürstenberg umgebaut. Besondere Sehenswürdigkeiten sind der sich über zwei Stockwerke erstreckende Rittersaal im Südflügel mit seiner kunstvoll geschnitzten Holzdecke sowie die Schlosskapelle im Westflügel, die gleichzeitig Denkmal fürstenbergischer Familiengeschichte ist. Im 30jährigen Krieg entging das Schloss nur mit Glück - und Dank eines defekten Zünders - der Sprengung durch die abziehenden Franzosen.

Infos: Tourist-Information Heiligenberg, Schulstraße 5, 88633 Heiligenberg, www.heiligenberg.de / Telefon: +49 (0)7554 99 8312 / Eintritt: Erwachsene 10 € - Kinder bis 14 Jahre frei / Öffnungszeiten: 11. April bis 31. Oktober täglich (außer montags) im Rahmen von kunsthistorischen Führungen ab 11.00, 14.00 und 15.30 Uhr.

Schloss Arenenberg lässt einen Park auferstehen
Die Exilheimat der Bonapartes am Schweizer Bodenseeufer erlebt diesen Sommer die Auferstehung einer besonderen Parkanlage: Im Steilufer vor Schloss Arenenberg wurden sensationelle Funde eines historischen Parks freigelegt. Kaiser Napoleon III. hat hier Mitte des 19. Jahrhunderts zusammen mit dem Fürsten Pückler einen Landschaftspark voller Überraschungen geplant und erbaut. Die detailgetreue Rekonstruktion enthüllt beispielsweise eine 20 Meter lange und sechs Meter hohe Kaskadenwand aus Tuff und Tropfstein. Zwischen exotischen Gewächsen und altem Baumbestand wandeln Besucher auf den ursprünglichen Pfaden vorbei an Eremitage, Nymphäum und Himmelsleiter. Eine Ausstellung im Napoleonmuseum im Schloss Arenenberg zeigt interessant und informativ die landschaftsarchitektonische Bedeutung der Parkanlage auf.

Infos: Napoleonmuseum Thurgau Schloss & Park Arenenberg, CH-8268 Salenstein, www.napoleonmuseum.tg.ch / Telefon +41 (0)71 663 32 60 / Eintritt: 12 CHF, ermäßigt 10 CHF, Schüler bis 16 Jahre frei / Öffnungszeiten: Mitte April bis Mitte Oktober Montag 13 bis 17 Uhr, dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr.
Mitte Oktober - Mitte April: Montags geschlossen, Di - So 10 - 17 Uhr.

Der Lindenhofpark: Ein Paradestück der Gartenkunst
Mit der Anlage eines Parks um seinen Landsitz Villa Lindenhof, gab der Bankier und Baumwollgroßhändler Friedrich Gruber den Startschuss für die intensive landschaftsgärtnerische Gestaltung des Ufers westlich und östlich der Insel Lindau. Der Lindenhofpark aus den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts ist noch heute ein besonderes Schmuckstück an der „Bayrischen Riviera". Entlang des Ufers zieht sich eine schattige Lindenallee, ein englischer Park erstreckt sich bis zur Villa, das in Blockbauweise erbaute Schweizerhaus mit umlaufender Laube vervollständigt das sehenswerte Gartenensemble. Den Ruf, einer der attraktivsten Gärten Süddeutschlands zu sein, hat der Park sicherlich auch seinem Gestalter, dem renommierten Düsseldorfer Gartenarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe zu verdanken.

Infos: Gartendenkmal Lindenhofpark, D-88131 Lindau, www.gartendenkmal-lindenhofpark.de / Telefon: (Förderverein) +49 8382 22254.

Barocke Pracht im Neuen Schloss Kißlegg
Die Gemeinde Kißlegg im Landkreis Ravensburg liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße. Ein Grund dafür ist das Neue Schloss. Es wurde zwischen 1721 und 1727 von Johann Georg Fischer erbaut und gehört zu den beachtlichen Zeugnissen barocker Baukunst. Es ist von einem Schlosspark im englischen Stil umgeben, den der frühere Besitzer, Fürst Eberhard von Waldburg-Wurzach, anlegen ließ. Seit 2005 ist im Schloss das Museum Rudolf Wachter untergebracht. Die zeitgenössischen Skulpturen des Münchner Holzbildhauers inmitten der barocken Pracht bilden einen interessanten Gegensatz. Zu den größten barocken Sehenswürdigkeiten im Schloss gehören die acht lebensgroßen Sybillen-Figuren von Joseph Anton Feuchtmayer. Sie sind im üppig gestalteten Haupttreppenhaus zu sehen. Noch mehr Barockpracht entfaltet die Schlosskapelle mit ihrem Deckenfresko, den Stuckaturen und dem schmucken Altar aus dem Jahr 1730.

Infos: Schloss Kißlegg, D-88353-Kißlegg, www.kisslegg.de / Telefon: +49 (0) 7563 9360/ Eintritt: Erwachsene 4 €, ermäßigt 3 €, Schüler (bis 16 Jahre) 2,50 € / April - Ende Oktober: Di/Do/Fr 14 - 17 Uhr / Sonn-u. Feiertag: 13 - 17 Uhr / Mo/Mi/Sa geschlossen

Die Schlösser der Grafen von Montfort
Die Grafen von Montfort hatten über Jahrhunderte hinweg das Sagen in der Bodenseeregion zwischen Oberschwaben, Ostschweiz und Vorarlberg. Prächtige Schlösser des einflussreichen Adelsgeschlechts stehen noch heute in Tettnang und in der Bodenseegemeinde Langenargen. Das verspielte Lustschlösschen in Langenargen ragt keck auf eine Landzunge in den See hinein. Es bildet den Abschluss der Uferpromenade und beherbergt heute ein beliebtes Lokal. Abends gehört es den Nachtschwärmern, den Besuchern der Edel-Disco im Schloss. In Tettnang residierten die Grafen von 1260 bis 1780. Das Neue Schloss wurde 1712 in Auftrag gegeben - und zwar beim selben Architekten, der auch schon das Neue Schloss Meersburg entworfen hatte. Von der großzügigen Parkanlage aus - einem beliebten Treffpunkt der Tettnanger Jugendlichen - genießt man einen hervorragenden Blick auf den tiefer liegenden Bodensee während das Schlossmuseum Einblick in die Privaträume der Grafen gewährt.

Infos: Schloss Montfort Langenargen, D-88085-Langenargen, www.langenargen.de, / Telefon: +49 (0) 7543 933092, Schlossturm-Besteigung: April bis Ende Oktober täglich von 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr / Eintritt: 1,50 €. Neues Schloss Tettnang, D-88069 Tettnang, www.tettnang.de / Telefon: +49 (0) 7542 952555 / Führungen: April/Oktober täglich 14.30 Uhr, Mai bis Ende September täglich 14.30 und 16 Uhr, Juli/August auch Mittwoch, Donnerstag und Freitag 10.30 Uhr, Hof, Treppenhäuser und Korridore sind frei zugänglich / Eintritt: Erwachsene 4 € - Kinder 2 €. Familienkarte: 10 €, Mai - September Stadt- u. Schlossführung So 10.30 Uhr / Kostümführung mit Gräfin und Zofe und Kinderführung mit historischen Kostümen auf Anfrage.

11.280 Zeichen. Abdruck honorarfrei. Belegexemplar erbeten.